ASRock ION 330 – meine Erfahrungen
by greetinx on Aug.12, 2009, under Computer
Ich habe schon viel probiert, um meinen Fernseher mit digitalem Videomaterial, wie z.B. DivX in Verbindung zu bringen. Ich bin stolzer Besitzer von mittlerweile drei Festplatten-Multimediaplayern – angefangen bei einem kleinen 2,5″ Modell von DVICO und beendet mit einem Popcorn Hour A110, welcher sich letztendlich auch nicht wirklich mit Ruhm bekleckert hat. Zum reinen Abspielen von Video- oder Sounddateien waren die Geräte alle mehr oder weniger gut geeignet (letzterer hat leider nicht durch großen Bedienkomfort oder Wohnzimmertauglichkeit geglänzt), aber es hat das Rundum-Sorglos-Gefühl gefehlt. Geräte der neueren Generation haben zwar alle ein Youtube-”Plugin” (oder andere Videocommunites), aber irgendwie sind auch diese nicht vollkommen.
So fiel meine Wahl auf den ASRock ION 330, der mit einem Dualcore Atom Prozessor und einem NVIDIA Grafikchip ausgestattet ist, welche das Rendering von Videomaterial übernehmen, so dass dieser auch in der Lage ist HD Material in voller Auflösung abzuspielen. Zugegeben ist das für mich noch kein Killerargument, da ich eigentlich kein HD Material in Form von Videodateien besitze – dennoch macht die Behauptung Hoffnung, auf das richtige “Pferd” gesetzt zu haben.
Der ASRock steht in direkter Konkurrenz zu Acers Revo, der allerdings noch deutlich kleiner daherkommt, dafür aber nur einen SingleCore Atom besitzt und ohne DVD Laufwerk ausgeliefert wird. Dafür ist wiederum ein Windows Vista Home Premium mit dabei – der ASRock kommt gänzlich ohne Betriebssystem daher. Was für die ersten Gehversuche allerdings kein Problem darstellen, da Microsoft immer noch großzügig seine RC1 von Windows 7 verteilt, welche bis zum Erscheinen der endgültigen Version lauffähig sein sollte. Danach müsste man in ein OS investieren. Auch fehlt dem ION 330 von ASRock ein WLAN Modul, welches man – sofern notwendig – seperat erstehen muss. Auch verzichtete ASRock darauf irgendwelche Eingabegeräte, wie Tastatur oder Maus mitzuliefern – meine Wahl fiel dann direkt auf die Dinovo Mini von Logitech.
Installation
Die Installation von Windows 7 stellte überhaupt kein Problem dar: ISO Image auf DVD gebrannt, in den ASRock eingelegt und schon bereits 20 Minuten später wurde man vom neuen Microsoft Flaggschiff begrüßt. Danach noch schnell den NVIDIA All-In-One Treiber installiert und schon war die Maschine einsatzbereit. Noch schnell den externen WLAN Stick installiert (der ASRock bringt immerhin 6 USB Anschlüsse mit) und schon konnte es losgehen.
Erste Gehversuche mit Flash-Videos
Flashvideos stellen immer relativ hohe Anforderungen an die CPU in einem Rechner, was man speziell bei den leistungsschwachen Atom-CPUs bemerken kann. Durch den Doppelkern liefen aber auch HQ Videos von YouTube in Vollbild ohne Probleme oder Hänger. Die CPU Last blieb dabei immer deutlich unter 40%. Zu Flash-HD Material hatte ich leider noch keinen Zugang – hier sollen angeblich auch die ION 330 schwächeln.
Multimedia-Wiedergabe
Im nächsten Schritt ging es daran die normale Wiedergabe von Audio und Video zu testen. Also schnell einen VLC Player installiert (wäre auch über das Windows Medica Center gegangen) und einen Film von save.tv heruntergeladen und abgespielt. Auch hier: sehr gute und problemlose Wiedergabe. Der HDMI Ausgang leistet hier gute Arbeit und die CPU Belastung beim Abspielen von SD Videos ist nicht erwähnenswert.
HD Video
Nun musste doch mal ein HD Videostream – natürlich in 1080P. Auch dieser schlug sich mehr als wacker und spielte im VLC Player, wie auch im Windows Media Player problemlos. Die durchschnittliche CPU Auslastung lag bei ca. 30%, was auch kein Problem für den Rechner darstellt.
Women-Acceptance-Factor
Der WAF ist beim ASRock relativ hoch – besonders, wenn man diesen mit einer kleinen Funktastatur, wie der Dinovo Mini, betreibt. Nur wenige Kabel – eigentlich nur Strom und HDMI, wenn man auf den optischen Audioausgang verzichtet – eine Optik in Klavierlacklook und der relativ kleinen Baugröße, lassen das Gerät in das heimische HiFi Rack Einzug finden. Den ASRock gibt es in schwarz oder weiß, so dass letzterer sich auch schick zu einer Nintendo Wii gesellt
Dazu muss man sagen, dass das Gerät im normalen Betrieb eigentlich nicht zu hören ist (außer man kopiert etwas von DVD) und auch die Stromaufnahme ist relativ gering (wobei auch hier der Acer Revo wieder klar im Vorteil ist).
Anschlüsse
Wie schon erwähnt, bringt der ASRock 6 USB Anschlüsse mit sich (leider allesamt auf der Rückseite – hier hätte man sich für einen USB Stick ein Eingang vorne gewünscht), 1 HDMI Ausgang (nebst DVI Adapter), einen VGA Ausgang, verschiedene Audioaus- und Eingänge und einen LAN Port. Ein WLAN Modul ist leider nicht mit an Bord (hier punktet klar der Acer Revo).
Ausstattung
Die Ausstattung des ASRock ist - gelinde gesagt – ärmlich. Man bekommt “lediglich” das Gerät selbst, eine kleine Antirutschmatte (die aber sehr nützlich ist) und eine CD mit einigen Treibern und Zusatzprogrammen. Großzügigkeit sieht leider anders aus. Immerhin sind zwei nützliche Helferlein auf der CD mit dabei: einmal ein Tool zum Beschleunigen des Windows-Starts (dauert damit lediglich nur noch ca. 20-30 Sekunden!) und ein Tool zum “Overclocking” der CPU – angeblich soll das Gerät auch damit noch stabil laufen.
Fazit
Für mich das – fast – perfekte Gerät. Es wird lediglich bald noch ein Slim Line Blu-Ray Laufwerk eingebaut und schon ist das Gerät für mich ein vollwertiger Ersatz für meinen LG BD 370 Blu Ray Player. Im übrigen habe ich jetzt einen Popcorn Hour A110 günstig abzugeben…













September 18th, 2009 on 12:08
Hi,
ist das verbaute optische Laufwerk ein SATA Laufwerk oder ein IDE? Meinst du man kann einfach ein Slim-Line Bluray Laufwerk einbauen oder gibts da Probleme (beim öffnen des Gehäuses, Verkabelung etc. ?
Gruß,
Manu
September 18th, 2009 on 16:32
Hi Manuel,
Kann ich dir spontan nicht beantworten, ich weiß aber, dass zwei Optionen möglich sind:
a) kauf dir gleich ein Gerät mit eingebauten Blu-Ray Laufwerk (war seinerzeit nicht lieferbar und ich hatte bereits einen BD-Player)
b) es lässt sich auch eins nachrüsten, der Austausch von Komponenten soll angeblich kein Problem darstellen
Gruß,
Markus
October 24th, 2009 on 21:11
Hi,
ich sitze gerade vor meinem Sony lcd in Verbindung mit der Asrock ion 330.
Habe das Gerät heute mit XP installiert danach die Treiber cd reingehaue die dabei ware
Alles hat bestens geklappt ausser das ich immer noch keinen Sound habe.
Das ist auch der Grund wieso ich hier schreibe.
Ich hab das Gerät über ein optisches Kabel direkt mit meinem Sony Bravia verbunden und habe einfach keinen Sound.
Ich habe beider Sound Treiber die auf der CD waren installiert und es gibt auch keine Fragezeichen mehr im Gerätemanger. Im LCD gibt es unter optionen unter Ton nur die Wahl zwischen Einganswahl HDMI oder Allgemein. Ich hab auch die Soundtreiber Einstellung durchgeschaut ohne Erfolg. Hat jemand einen TIP ?
November 14th, 2009 on 09:36
@rdm:
vermute mal, dass der optische Anschluss an Deinem Bravia ein “optischer Ausgang” ist.
Du musst den ASRock mit einem Receiver verbinden, der einen “optischen Eingang” hat.