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Drakensang – die Rezension

by on Aug.07, 2008, under Games

Wie versprochen (oder angedroht?), folgt nun nach ein paar intensiven Tagen mit DSA – Drakensang die dazugehörige Rezension oder eher ein erster Eindruck.

Mit leicht zittrigen Händen transportierte ich das Spiel vom Spieleladen meines Vertrauens zum heimischen PC, um diesen auch gleich mit knapp 5 GB an weiteren Daten zu füttern und nur ca. 15 Minuten lag zwischen mir und dem Eintritt in die Welt Aventuriens nur noch ein Doppelklick auf das Programm-Icon auf meinem Desktop. Dachte ich zumindest… denn leider gibt sich Drakensang – wohl aufgrund seiner frühen Versionsnummer – ein wenig bockig und so verweigerte es den Start. Erst nach einem Besuch des Supportforums und der Deaktivierung meines Modemtreibers(!), gelang es mir das Spiel zum Starten zu bringen. Auch frisch gestartet musste ich mit einigen sehr eigenartigen Abstürzen oder Fehlerverhalten kämpfen… Fazit: hier muss der Hersteller noch mal ran! Nun zum Spiel…

Im Spiel herrscht wirklich pen&paper pur! Ich habe selten ein Spiel erlebt, welches auf das Feeling eines echten Rollenspiels so sehr eingeht wie Drakensang. Man kann die Bürger beim Jammern beobachten, oder wie diese ihrem geschäftigen Treiben nachgehen. Die Mitglieder deiner Heldengruppe unterhalten sich zuweilen auch oder geben ihre Meinung kund… Proben auf Talente etc. werden offen “ausgewürfelt” und das Regelsystem wurde recht nah umgesetzt. Toll!

Grafisch macht Drakensang auch einiges her, fliegen doch über Blütenblätter durch Luft, kann man Vögel oder Schmetterlinge flattern sehen, das Gras wiegt sich im Wind, das volumetrische Licht in Innenräumen ist staubig und in Höhlen fristen Fledermäuse ihr Dasein – wirklich gut umgesetzt.

Die Quests sind logisch aufgebaut, erzählen meistens spannende und/oder lustige Geschichten und können den Spieler eine ganze Weile beschäftigen ohne jedoch langweilig oder wiederholt auszusehen. Ein wenig eigenartig stellt sich allerdings das Talent “Taschendiebstahl” dar, denn es macht m.E. keinen Sinn bei einem Empfang eines Grafens dort die komplette Gästeliste ihres Eigentums zu berauben – während ALLE Augen auf den Helden bzw. den jeweiligen Dieb gerichtet sind… hier hätte man sich eher an die Mechanik von Oblivion etc. halten sollen, das ist zu leicht. Selbst wenn man beim Stehlen erwischt wird, wird man nur rüde angeschnautzt und weiter geht es zum nächsten Opfer, welches keinen Meter entfernt steht…

Für Waffen- und Sammlerfreaks bietet Das Schwarze Auge auch nicht das, was sie von anderen Spielen kennen, denn Schadenssumme einer Waffe ist in der Welt von Aventurien doch meistens endlich und kann nur durch temporäre “buffs” oder einem Körperkraftzuschlag ein wenig erhöht werden. Aufrüsten bis zur Unendlichkeit ist hier also nicht angesagt, aber diesen – zumindest geringen – Einsatz von Realismus macht ein gutes Rollenspiel aus.

Drakensang ist einfach ein sehr gutes Spiel – die Wartezeit war nicht umsonst und so freue ich mich noch auf zahlreiche Stunden in der Stadt Ferdok. Vielleicht kommt doch in der nächsten Zeit noch mal ein kleiner Patch raus, der den einen oder anderen Fehler behebt und die Spiellogik an manchen Stellen noch mal überarbeitet.



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